„Ich will zur Freundschaft aller Pfadfinderinnen und Pfadfinder beitragen”

Einmal Pfadfinder - immer Pfadfinder! Wer seine Jugend mit den Pfadfindern verbracht hat, wird sein Leben lang mit ihnen verbunden sein. Unsere Beowulf Senioren können ein Lied davon singen, sie treffen sich noch in hohem Alter.

„Versucht, die Welt ein bisschen besser zurückzulassen, als ihr sie vorgefunden habt”

Robert Baden-Powell, der Gründer der Pfadfinder, gab uns schon vor über 100 Jahren mit auf den Weg, Verantwortung für uns und unsere Mitmenschen zu übernehmen.

„Ich will die Natur kennen lernen und helfen sie zu erhalten”

Eine unserer Pfadfinderregeln spiegelt unsere tiefe Naturverbundenheit wieder. Wir halten uns gerne draußen auf. Egal wie das Wetter ist. Ein Zelt hält trocken und ein Feuer hält warm.

Pfingstlager und Fahrt 2014

Bei maximalen Temperaturen auf dem Pfingstlager sind maximale Kreativität und Verhandlungsgeschick gefragt. Nach Hause ging es zu Fuß.

Aktualisiert: 17. June 2014 10:06 Uhr
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Pfingsten ist für Pfadfinder traditionell die Zeit, zu der es endlich mal wieder ein Zeltlager gibt. So auch für den Stamm Beowulf aus Fellbach. Dieses Mal verschlug es sie auf den Listhof nach Reutlingen. Unter dem Motto „Maximal“ konnten sich die rund 25 Teilnehmer auf ein buntes Programm freuen.

Die extreme Hitze am Pfingstwochenende wurde zwar nicht bestellt, unterstrich das Lagermotto aber trotzdem. Mit einer Kopfbedeckung und ausreichend zu Trinken konnte man der Hitze trotzen und ein tolles Programm durchführen.

Da waren zum einen der Zirkus Maximus, bei dem die Teilnehmer unterschiedliche artistische Einlagen zum Besten geben konnten. Abends heizte DJ Simon mit der „Lautstark“ Party den geladenen Gästen in der Jurte ein, dem großen Versammlungszelt der Pfadfinder.

Auch die Weltwirtschaft kam nicht zu kurz. Einen ganzen Tag lang konnten sich die Teilnehmer beim Kapitalismus-Spiel nämlich der maximalen Profitsteigerung widmen. Dabei mussten Waren mit dem geringsten Ressourceneinsatz hergestellt und zum maximalen Preis wieder verkauft werden. Hier konnten die Älteren ihre Erfahrung im Verhandeln an die Jüngeren weitergeben. Es kam jedoch zu teils haarsträubenden Geschäftsabschlüssen, wodurch sich auch in der Simulation gleich eine Kapitalismus-Kritik regte.

Nach drei abwechslungsreichen Tagen hieß es dann allerdings wieder Richtung Heimat aufzubrechen. Die Wölflinge, das sind bei den Pfadfindern die kleinsten zwischen 6 und 11 Jahren, reisten mit dem stammeseigenen Sprinter wieder nach Fellbach zurück.

Die älteren Pfadfinder brachen in mehreren Gruppen zu Fuß auf, um auf unterschiedlichen Routen nach Fellbach zu gelangen. Obwohl zu Fuß unterwegs, heißt das im Pfadfinder-Jargon dann Fahrt. Dabei wird alles im Rucksack transportiert, was man für die Reise benötigt. Dazu gehören die wenigen persönlichen Dinge, Zeltmaterial, Verpflegung und genug Wasser. Übernachtungsmöglichkeiten finden sich immer, dazu gehören Schutzhütten, die Wiese oder Scheune eines Bauern, Gemeindehäuser, usw. In mehreren Etappen legte man so den Weg zwischen Reutlingen und Fellbach ziemlich entschleunigt zurück und konnte einen tieferen Eindruck in die schöne Landschaft der Heimat gewinnen.

Am Freitag trafen sich dann alle Teilnehmer, groß und klein, zum gemeinsamen Abschlussabend am Fellbacher Pfadfinderheim. Hier hatten sich die Fahrtengruppen gegenseitig einiges zu erzählen, aber auch die daheim gebliebenen Wölflinge wurden mit detailreichen Schilderungen der Fahrt versorgt.

Da die Lagersaison erst angefangen hat, geht es Ende August für die Pfadfinder schon wieder ins Sommerlager in der Nähe von Trier. Hierbei bieten sie auch Programm für den Fellbacher Ferienspaß an. Wer also mal ein Pfadfinderlager live erleben will, ist herzlich eingeladen, den Stamm Beowulf auf das Sommerlager begleiten.